Nierenerkrankungen

Die Nieren übernehmen lebenswichtige Aufgaben im Organismus. Sie sind zuständig für die Ausscheidung und Entgiftung — das ist allgemein bekannt. Doch darüber hinaus leisten die Nieren weitaus mehr. Sie beeinflussen den Kreislauf, die Blutbildung, und setzen selbst und über die Nebennieren auch Hormone (z.B. Cortisol, Adrenalin,Calcitrol, Erythropoetin, Renin, Östrogen) frei. Über die Menge und die Zusammensetzung des Harns nimmt die Niere zum einen Einfluss auf den Mineralstoff- und zum anderen auf den Säure-Basen-Haushalt.

Da der Organismus ohne Nieren nicht überleben kann, verfügen die Nieren über ein sehr hohes Kompensationsvermögen. Dies ist für das Überleben des Tieres von enormer Wichtigkeit, führt aber leider auch dazu, dass dem Besitzer Nierenerkrankungen meist erst dann auffallen, wenn mehr als 70% des Nierengewebes zerstört sind. Meistens sind ältere Frettchen davon betroffen, wobei die Nierenerkrankungen bei Jungtieren nicht ausgeschlossen sind.

Mögliche Ursachen, die zu einer Nierenerkrankung führen können:

  • Alter
  • Genetik/Rasse
  • Infektionskrankheiten
  • Zu geringe Wasseraufnahme (Dehydratation), Blutverlust
  • Nierenschädigende Medikamente
  • Vergiftungen
  • Hungerstoffwechsel
  • Leptospirose
  • Belastung der Nieren durch andere Krankheiten (Leber/ Herz)
  • Übermäßige Zufuhr von Natrium und Phosphor durch falsche Futtermittel (Deklaration lesen; siehe auch: Ernährungsinfo)
  • Tumore

Niereninsuffizienz

Da die Nieren nicht mehr in der Lage sind, Wasser und harnpflichtige Substanzen ausreichend auszuscheiden, reichern sich diese im Körper an und verursachen viele Probleme. Leider ist die chronische Niereninsuffizienz nicht heilbar. Durch eine frühzeitige tierärztliche Therapie und geeignete unterstützende Maßnahmen lässt sich jedoch ein Fortschreiten der Erkrankung verzögern.

Symptome der Niereninsuffizienz

  • Häufiges Wasserlassen
  • Vermehrtes Trinken
  • Wenig Appetit, evtl. Übelkeit nach Nahrungsaufnahme
  • Unangenehmer Geruch des Tieres (nach Urin)
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Sehstörungen bis hin zum Erblinden
  • Skeletterweichung

Enorm wichtig für einen günstigen Krankheitsverlauf ist eine frühzeitige Diagnose durch den Tierarzt. Dieser entscheidet, ob, wann und wenn ja, welche Medikamente zum Einsatz kommen müssen. Er kennt sicherlich auch einige alternative Heilmittel, die man dem Frettchen unterstützend verabreichen kann. Ebenso wird er mit dem Besitzer die Notwendigkeit einer speziellen Nierendiät besprechen.

Bitte füttert dem Frettchen nicht ohne Anordnung und Kontrolle durch euren Tierarzt auf Verdacht spezielle Nierendiät, denn das kann gesundheitsschädlich sein und durchaus zum Tode führen.

Selbstmedikation ist zu unterlassen, worunter auch diätetische Futtermittel fallen! Diese nur nach Absprache mit dem behandelnden Tierarzt einsetzen.

Bitte lasst eure Frettchen im Alter regelmäßig vom Tierarzt untersuchen und gegebenenfalls auch Urinanalysen und Bluttests durchführen. Nur der Tierarzt ist in der Lage, Nierenerkrankungen frühzeitig festzustellen.

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