Ernährung

Bisher gibt es wenig Informationen über eine ausgewogene Frettchenernährung. Wir haben beschlossen, unsere Informationen, Kenntnisse und Erfahrungen zusammenzufassen und diese anderen Frettchenhaltern zur Verfügung zu stellen.Frettchen sind, wie man an den scharfen Reißzähnen unschwer erkennen kann Raubtiere. Ihr Gebiss dient der Beutezerkleinerung, dem Abreißen von Innereien und Muskelfleisch, sowie dem Zerkauen von kleineren Knochen.

Frettchen sind reine Carnivoren, also Fleischfresser. Aus diesem Grund besitzen Frettchen einen sehr kurzen Verdauungstrakt. Das heisst, die Nahrung hat nur ca. 3-4 Stunden Zeit, verwertet zu werden. Ballaststoffe, auch Rohfaser genannt (z.B. Getreide, Obst, Gemüse), können vom Frettchen aufgrund des fehlenden Blinddarmes nicht verdaut werden. Daher wird bei ballaststoffhaltiger Nahrung der Kot breiig und übel riechend, da die Rohfasern unverdaut wieder ausgeschieden werden. Dies kann man bei Frettchen, die mit qualitativ minderwertigem Futter gefüttert werden, sehr gut beobachten.

Aufgrund der kurzen Magen-Darm Passage des Frettchens muss Futter 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen, so dass die Nahrungsaufnahme alle paar Stunden erfolgen kann. Wir handhaben das so, indem Trockenfutter rund um die Uhr zur Verfügung steht und Nassfutter, Frischfleisch oder Beutetiere 1 oder 2x täglich zusätzlich gereicht werden.

Ungeeignetes Futter kann krankheitsbegünstigend sein und sich nachteilig auf die Lebensdauer des Frettchens auswirken. So ist z.B. Hundefutter für das Frettchen gänzlich ungeeignet, da in diesem Taurin nicht in ausreichenden Mengen vorkommt. Taurin benötigt das Frettchen zwingend, um u.a. Augen und Herz gesund zu erhalten. Ebenso ungeeignet sind Futtersorten die Karamell, Zucker, Melasse etc. enthalten, denn dies begünstigt Zahnschäden, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen und vieles mehr. Auch gewürzte (insbes. gesalzene) Speisen sind nicht für Frettchen geeignet!

Prinzipiell ist Trockenfutter keineswegs weniger gesund und nahrhaft als Feuchtfutter, jedoch kann eine ausschließliche Trockenfutterfütterung Nierenprobleme verursachen, weil nicht jedes Frettchen ausreichend viel Wasser trinkt. Experten raten, Abwechslung in den Speiseplan des Frettchens zu bringen. Dazu gehört, das Frettchen neben Frischfleisch und ganzen Beutetieren auch mit Feuchtfutter bekannt zu machen und ihm generell verschiedene Futterprodukte anzubieten. Die erleichtert später einen Futterwechsel, wenn es eine spezielle Diät (Nierenschonkost, nur Feuchtfutter nach Zahnops etc.) haben muss oder das Gewohnte einmal nicht zur Verfügung steht.

Leider sind viele Katzenfuttersorten aufgrund ihres hohen Getreideanteiles nicht frettchengeeignet. Nach Expertenmeinung liegt die beworbene Fleischsorte meist weit unter 10% am Fleischanteil insgesamt. Was da auf der Packung steht, sei eher Marketing. Deshalb lasst auf jeden Fall die Finger weg von billigem Katzenfutter, welches man im Supermarkt zu kaufen bekommt.

Die obligate Ernährungsregel für Frettchen lautet: 80% tierische Proteine aus Fleisch (gff. Fisch) – 20% Getreide, Gemüse, Obst ( aus dem Magen von Beutetieren)

Denn Frettchen haben einen hohen Bedarf an Proteinen und Fetten. Um diesen zu decken, eignen sich spezielle hochwertige Frettchenfuttersorten oder Katzenpremiumnahrung. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Proteingehalt zu 80% aus tierischen Quellen stammt. Viele Futtermittel erreichen einen hohen Proteingehalt über pflanzliche Quellen wie z.B. Soja. Dies kann vom Frettchen nicht verdaut werden und ist somit ungeeignet. Bitte darauf achten, dass die im Futter enthaltenen Proteine tierischen Ursprungs sind.

Achtung, bitte gehe nicht davon aus, dass du in Zoofachgeschäften richtig beraten wirst, denn die wenigsten Verkäufer haben bezüglich Frettchen und ihrer Ernährung wirklich Hintergrundwissen.

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